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Ich habe nun begonnen, einen Newsletter zu schreiben, um alle Interessierten ein wenig auf dem Laufenden zu halten, was in meinem Leben passiert. Der Blog ist zwar ausführlich, aber deshalb nicht sehr allgemein. Der Newsletter soll allgemein, aber nicht mit Details vollgepumpt sein. Melde dich bei mir, wenn du meinen Newsletter erhalten möchtest! Klicke oben auf Kontakt und schreibe mir, ob du den Newsletter per Email oder Post erhalten möchtest.

Der Schlüssel zur Kultur

Wie bereits in einem früheren Beitrag erwähnt, möchte ich Menschen dazu befähigen, in dem aufzublühen, wer sie sind. Natürlich ist das nicht ganz einfach und benötigt auch die richtige Atmosphäre / Kultur. Deshalb halte ich Augen und Ohren immer ein wenig offen, wie denn Kultur gestaltet und verändert werden kann. Und genau einen solchen Schlüssel durfte ich diese Woche entdecken.

Am Donnerstag hatten wir eine Sommerlager Bereichsleiter-Sitzung (mehr zum Sommerlager selbst unter summerlager.ch). Zu Beginn dieser Sitzung hat der Hauptleiter eher beiläufig den Satz gesagt:

Gemeinsame Eigenschaften prägen die Kultur.

Voller Freude habe ich diesen Satz notiert, im Bewusstsein, dass dieser wohl doch noch wichtig sein könnte für mich. Und seither hat er mich nicht mehr losgelassen.

Um hier ein wenig besser erklären zu können, was ich unter Kultur verstehe, habe ich kurz Wikipedia konsultiert und zu folgendem Ergebnis gelangt: Wikipedia ist mir zu kompliziert 😉 Deshalb schreibe ich hier meine eigene, kurze Definition, was ich unter Kultur in diesem Zusammenhang vorstelle.

Kultur ist eine Atmosphäre, in welcher für die Menschen, welche dieser angehören, dieselben ethischen Grundsätze als selbstverständlich gelten. Dinge, welche nicht dieser Kultur entsprechen, werden oft kritisch und mit Misstrauen behandelt, ausser die Kultur selbst schliesst eine gewisse Offenheit mit ein. Menschen, welche sich einer Kultur anschliessen, beginnen sich ganz von allein anzupassen und nach den ethischen Grundsätzen der Kultur zu leben.

Und hier liegt auch mein Interesse: eine Kultur der Offenheit, Akzeptanz und des Selbstbewusstseins fördert genau diese Eigenschaft in den Leben von Menschen, welche sich darin bewegen.

Die Frage für mich war also vor allem, wie ich denn dahin komme, eine Kultur zu haben. Diese wurde mit dem oben erwähnten, ziemlich einfachen Satz erklärt: genau diese Eigenschaften in den Leben von Menschen fördern und zwar nicht so, dass die Eigenschaften bei gewissen Ereignissen in Kraft treten, sondern, dass das Leben davon geprägt wird. Wie ich das hinkriegen werde steht aber noch offen 😉

Eine Frage der Ehre

Vor etwa drei Wochen hatte ich ein gutes Gespräch mit einem meiner besten Freunde. Das Thema war, ob ich eine Arbeit übernehmen würde, für welche nur er oder ich in Frage kommen können. Im Gegensatz zu ihm habe ich aber mehr Zeit, welche nicht schon mit anderen Verantwortungen gefüllt ist und er selbst hatte keine Möglichkeit, diese Aufgabe noch zu übernehmen. Dies bedeutete: entweder ich mache es, oder niemand macht es.

Hier wurde es nun spannend, denn ich hatte null Interesse daran, mich damit zu beschäftigen. An sich selber war die Aufgabe selbst interessant, aber etwas sträubte sich in mir, meine Zeit dafür zu investieren. Da wir beide aber interessiert daran waren, was mich wohl hier zurückhält, haben wir uns in einem etwa 45-minütigen Gespräch auf die Suche nach meinem Problem gemacht. Am Schluss zeigte sich dann, was wirklich hinter meiner Einstellung steckte:

Ich fühlte mich zu wenig wertgeschätzt für das, was ich tat.

Das mag vielleicht ein wenig einfältig und kindisch klingen, aus diesem Grund eine Aufgabe abzulehnen, aber ich bin überzeugt, dass hier etwas Wichtiges dahinter steckt. Eine Aussage, welche mein Freund gemacht hat, war:

Es ist schön, wenn Leute die Wertschätzung für etwas aussprechen, das wir machen. Es ist aber etwas völlig anderes, wenn das jemand tut, der wirklich weiss, was alles investiert werden muss.

Ich denke wir alle strecken uns nach der Anerkennung von einer Person aus, welche weiss, welche Mühen eine bestimmte Aufgabe mit sich bringen kann. Und gerade weil wir uns selbst danach ausstrecken, sollten wir verstehen, dass unsere Mitmenschen das auch tun. Daraus wiederum können wir die Lehre ziehen, dass wir uns selbst mehr darauf konzentrieren sollten, Menschen Anerkennung zu schenken, für das, was sie tun. Wir sollten uns mehr bemühen, unsere Mitmenschen zu ehren.

Seit diesem Gespräch achte ich immer mehr darauf, ein ernst gemeintes „Danke.“ oder „Gut gemacht!“ meinen Freunden und Mitarbeiter weiterzugeben. Dies tue ich um sie aufzubauen, aber auch in der Hoffnung, dass sie es selbst lernen und andere auch wieder stärken können. Und als Teamleiter bietet sich sogar die geniale Möglichkeit an, einen Event für die Mitarbeiter als Dankeschön zu organisieren (etwas, was ich in Zukunft sicher machen werde!). Wie schön wäre es, wenn wir nicht länger nur noch arbeiten gehen, weil wir Ende Monat den Lohn benötigen, sondern auch, weil wir unseren Mitarbeitern dankbar für ihre Unterstützung sind und uns auf die gute Atmosphäre freuen, wo wir einander ganz einfach ermutigen, bestärken und ehren in dem was wir tun!

Mein Freund und ich sind nach dieser Erkenntnis zum Beschluss gekommen, das wir diese Einstellung der Ehre fördern möchten und wir haben der Undankbarkeit den Kampf angesagt. Die Aufgabe habe ich dann am Schluss angenommen im Wissen, dass es für uns beide eine Chance ist, einander zu ehren und in unserem Entschluss zu wachsen.