Ich bin umgezogen!

Vor drei Wochen ist der Blog umgezogen und vor einer Woche bin ich selbst umgezogen! Hier einige Hintergrundinformationen, warum ich umgezogen bin und einige Informationen zu meiner neuen Höhle 😉

Vor rund in einem Jahr haben meine Freunde und ich noch in Bern in einer WG gewohnt. Nach einer sehr eindrucksvollen Zeit im PraiseCamp12 haben wir uns entschieden, dass wir auf Steffisburg ziehen wollen, da wir uns alle in die FEG Steffisburg investieren und dort mehr machen wollten. Also haben wir uns zusammengetan und Gott gefragt, ob wir diesen Umzug vor oder nach meiner Zeit in den USA machen wollen. Wir waren uns einige, dass es noch vor Amerika geschehen sollte und deshalb kündeten wir unsere Wohnung in Bern. Jedoch klappte dann nicht alles genauso, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben auf den Auszugstermin von Ende Mai keine Wohnung gefunden.  „Zufälligerweise“ konnten wir aber für drei Monate ein Haus von Freunden in Uetendorf belagern, da sie mit der Familie für diese Zeit eine Reise unternommen haben. Von dort aus bin ich dann auch Ende Juni nach Amerika abgereist.
Zurück von Amerika bin ich nicht, wie zu Beginn eigentlich gedacht, in eine WG in Steffisburg eingezogen, sondern wieder nach Hause zu meiner Familie. So ging es nicht nur mir, sondern auch meinen zwei WG-Kollegen. Unser Ziel war klar: mindestens eine 5.5 Zimmer-Wohnung in Steffisburg finden, da wir noch einen weiteren Kandidaten für den Zusammenzug gefunden haben. Ende letzten Jahres hat uns ein Freund auf eine WG aufmerksam gemacht, die früher ausziehen wollte, als dies vertraglich möglich war. Wir haben uns mit ihnen in Verbindung gesetzt und schlussendlich die Wohnung erhalten und wir haben sogar noch eine weitere Person gefunden, die mit uns zusammenziehen wollte. Wir sind also nun 5 junge, motivierte Männer, welche sich alle in der FEG Steffisburg investieren und gemeinsam das Leben erleben wollen.

Entgegen unserer Erwartung hat nicht alles so geklappt, wie gewünscht, obwohl wir überzeugt waren, dass Gott uns grünes Licht gegeben hat. Zu der Zeit, welche ich nicht wie erwartet in einer WG sondern zu Hause verbracht habe, muss ich sagen, dass sie enorm wertvoll war für mich. Ich hatte endlich die Möglichkeit mehr in meine Familie zu investieren und auch als Sohn zu wachsen, was ich zuvor für lange Zeit zu stark vernachlässigt habe. Ich denke nicht, dass diese Planänderung ein Zufall war, sondern definitiv von Gott geführt.

Die Wohnung, in welcher wir jetzt wohnen, ist eine 6 Zimmer Maisonette-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit 4 Wohnungen. Kleine Highlights unserer Wohnung sind der Töggelichaschte, der 50″ Fernseher auf der Galerie (inkl. Nintendo 64!!!), die Aussicht und der riesige Luftschutzkeller, der gerade zu einem Bandraum umfunktioniert wird.

Hier noch einige Fotos. Viel Spass beim Anschauen 😉

Entschleunigen

Seit längerem begegnet mir der Begriff „entschleunigen“ immer wieder. Für alle, die sich fragen, was das bedeutet: Es ist das Gegenteil von beschleunigen. Was aber eigentlich auch nicht ganz stimmt, denn das wäre ja bremsen. Wie auch immer, entschleunigen bedeutet langsamer werden.

Nun, wieso sollte denn jemand ein Interesse daran haben, seinen Schwung zu verlieren? Schliesslich läuft in unserer Welt soviel, dass ein Bremsen uns unweigerlich aufhaltet und im Alltag behindert! Deshalb: Entschleunigen scheint mir eine schlechte Idee zu sein.

Hier meine Argumentation zu diesem Thema:
Wer nicht ohne Weiteres in seinem Leben einmal eine Pause einlegen kann, ist leider über der Maximalgeschwindigkeit und bewegt sich unweigerlich auf einen Unfall zu. Dieses Phänomen taucht vor allem deshalb in unseren Leben auf, weil wir immer mehr in unser Leben aufnehmen müssen. Fokus ist kein Thema mehr. Die Informationsflut stürmt auf uns ein durch eine 20min Zeitung am Morgen, die Radionachrichten am Mittag, der Blick am Abend auf dem Weg nach Hause und am Abend die Nachrichten im Fernsehen. Unsere Reize sind konstant ausgelastet und unsere Gedanken bewegen sich immer mehr in (zu) vielen verschiedenen Bereichen.

Ich will hier nicht sagen, dass auf dem Laufenden sein falsch ist. Man kann es aber übertreiben und verliert dann seinen Fokus auf das Wesentliche. Jeder, der in seinem Leben etwas grosses erreicht hat, wird sagen: Wer etwas erreichen will, muss seinen Fokus auf das Ziel richten. Aber dass dieser Fokus verloren geht durch viel, was wir in unserer Freizeit machen, verstehen wir meist nicht. Wir müssen lernen, in unserer Freizeit Dinge zu tun, welche uns helfen, wieder neue Kraft für unseren Fokus zu tanken. Und um das zu tun, müssen wir eben entschleunigen. Dies kann durch verschiedene Dinge gemacht werden: Ein Mittagsschlaf, das Einplanen von mehr Zeit für unsere Aufgaben, ein Treffen mit Freunden zum gemeinsamen Austausch, nach dem Essen länger sitzen bleiben, eine Stunde weniger fernsehen, etc.

Entschleunigen bedeutet auch geniessen. Geniessen von allem dem, was wir machen. Das geht nicht im Stress, deshalb: Slow down!